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Technische Daten

Technische Daten

Arbeitstemperatur

20°C (+/-5 K) bei mechanischen Wasserwaagen
0°C bis +40°C bei elektronischen Wasserwaagen

Lagertemperatur

Von -40°C bis +70°C bei mechanischen Wasserwaagen
Von -20°C bis +70°C bei elektronischen Wasserwaagen

Wellendurchmesser minimal

19,3 mm (Sondermodelle 4520-4523 für größere Wellendurchmesser)
15,4 bei Modelle 422x/100
3,0 mm bei Modelle 4620/xxx

Wellendurchmesser maximal

115,9 mm (Sondermodelle 4520-4523 für größere Wellendurchmesser)  
85,0 bei Modelle 422x/100
30,0 mm bei Modelle 4620/xxx

Messbereich: mechanisch

Ist abhängig von der Genauigkeit der eingebauten Libelle und der Anzahl der Skalenteile. Das Produkt aus Genauigkeit und Anzahl Skalenteile ergibt den Wert des Messbereichs nach jeder Seite.
Beispiel: Bei einer Genauigkeit von 0,02 mm/m (20 µm/m) und 6 Skalenteile (von der Mitte zu jeder Seite) liegt der Messbereich bei +/- 6 x 0,02 mm/m = +/- 0,12 mm/m (
+/- 120 µm/m).

Die exakten Daten befinden sich beim jeweiligen Produkt im Shop.

Messbereich: elektronisch

Es sind zwei Messbereiche einstellbar. Der Messbereich beträgt den 2000-fachen Wert der eingestellten Genauigkeit.
Beispiel: Geber ist einstellbar auf 0.01 mm/m Feinbereich und
0.1 mm/m Grobbereich.
Bei einer Genauigkeit von
0.01 mm/m (10 µm/m) liegt der Messbereich bei +/- 20 mm/m
0.1 mm/m (100 µm/m) liegt der Messbereich bei +/- 200 mm/m
 

Eigenschaften:

Fester Einbau und Justierbarkeit

Roeckle garantiert gleichbleibende Genauigkeit durch spannungsfreien Einbau der Libelle. Dadurch entfallen zeitaufwändige Nachjustierungen und Kalibrierungen vor dem Messen.

Gehäuse

Roeckle-Präzisionswasserwaagen nach DIN 877 besitzen eine stabile Ausführung aus hochwertigem Spezialguss, strukturlackiert. Lieferbar je nach Modell in den Längen 60, 90, 100, 120, 150, 160, 200, 250, 300, 500 mm.

Der vorhandene Vollwärmeschutz um das gesamte Gehäuse verhindert Einflüsse durch Hand- und Atemwärme.

Gehäuseaussparungen erlauben seitliches Ablesen der Libelle.

Messflächen

Mit prismatischer (150°) und flacher Sohle, zum Ausrichten von waagerechten Flächen und Wellen. Alle Messflächen sind feingeschliffen.

Ausführungen sind auch mit flacher Sohle, mit Magneteinsätzen oder mit Bohrungen für Befestigungsschrauben erhältlich.

Kundenspezifische Anfertigungen (andere Winkel) sind jederzeit möglich.

Genauigkeit

Die Geräte sind ausgestattet mit geschliffener und geteilter Längslibelle und Querlibelle. Lieferbar je nach Modell und Länge in den Genauigkeiten 0.6, 0.3, 0.1, 0.04, 0.02, 0.01 mm/m. Der Skalenwert der Längslibelle ist auf dem Typenschild angegeben. Die zulässigen Abweichungen sind gemäß DIN 877 stark unterschiedlich je nach Genauigkeit.
Beispiel: Die Genauigkeit 0,02 mm/m bedeutet: Bei einer Abweichung der Neigung von 20µm in einer Entfernung von 1 Meter bewegt sich die Luftblase um 1 Skalenteil in Richtung der höheren Seite. Nach DIN 877 beträgt die zulässige Abweichung 5µm (entspricht 0,5 Skalenteil).

Anwendungsverfahren:

Sachgerechte Behandlung der Präzisionswasserwaage

- Das Messgerät ist hochempfindlich und sollte vor Nässe, Kälte und Wärmeeinwirkung geschützt werden.
- Vor der Benutzung soll die Wasserwaage auf die gleiche Temperatur gebracht werden wie das zu messende Objekt. Beide Teile müssen im Bereich der Arbeitstemperatur liegen.
- Die Messfläche der zu messenden Fläche und die Messfläche der Wasserwaage sollten absolut sauber sein.
- Die Wasserwaage sollte auf die zu messende Fläche aufgeschoben (nicht aufgesetzt) werden.
- Die Wasserwaage sollte immer an dieselbe Stelle geschoben werden, damit eventuelle Unebenheiten der zu messenden Fläche ausgeschlossen werden.
- Auf einen guten Kontakt an der Berührungsfläche zwischen Messfläche und Wasserwaage ist unbedingt zu achten. Die Wasserwaage sollte stets satt aufliegen. Sie darf an der Messfläche keine Beschädigungen (Aufwurfstellen) haben und darf insbesondere nicht kippen oder wackeln.
- Die Wasserwaage darf vor und während der Messung nur an den dafür vorgesehenen Kunststoffhandgriffen angefasst werden (Wärmeschutz).
- Menschliche Körper- und Atemwärme können das Messergebnis beeinflussen. Unnötig lange Körpernähe zur Wasserwaage ist zu vermeiden.
- Das Messergebnis kann erst dann abgelesen werden, wenn die Luftblase völlig zur Ruhe gekommen ist. Dies kann je nach Empfindlichkeit bis zu 40 Sekunden betragen.
- Um sämtliche Messfehler auszuschliessen wird ganz allgemein eine Kontrollmessung auf Umschlag (wenden um 180°) empfohlen.
- Nach Gebrauch sollte die Wasserwaage immer geschützt im Holzetui aufbewahrt werden.
- Reparaturen erfordern Fachkenntnis und sollten deshalb nur vom Hersteller ausgeführt werden.
- Um das Messgerät über lange Zeit zuverlässig in einem gebrauchsfähigen Zustand zu halten, bietet der Hersteller einen kostengünstigen Kalibrierservice an.
- Achtung: Sollte die in der Wasserwaage befindliche Glaslibelle durch äußere Einwirkung zu Bruch gehen, ist sofort für ausreichende Belüftung des Raumes zu sorgen, da die darin befindliche Flüssigkeit (Diethylether) in die Umgebung verdampft und Übelkeit, Schwindel oder im schlimmsten Fall eine Ohnmacht auslösen kann.

Prüfung eines Messobjekts (z.B. Neigung einer Maschine) mit einer mechanischen Wasserwaage

durch Umschlagmessung: Die Wasserwaage auf eine saubere, ebene und möglichst waagerecht ausgerichtete Messfläche aufschieben. Links der beiden Nullstriche befindet sich der Minus-Bereich und rechts der Plus-Bereich. Die Stellung der in Ruhe gekommenen Libelle ergibt den ersten Messwert A auf der Skala. Die Wasserwaage um 180° wenden und auf dieselbe Stelle der Messplatte aufschieben. Den zweiten Messwert B zu A addieren und das Ergebnis durch 2 dividieren ergibt die Neigung (A+B)/2 des Messobjekts (z.B. der Maschine). Das Messergebnis ist also der Mittelwert aus beiden Messwerten. Der jeweilige Messwert ist auch nach dem Umschlag, immer an dem (vom Betrachter aus gesehen) gleichen z.B: rechten Nullstrich abzulesen.

Prüfung der mechanischen Wasserwaage (Nullpunktabweichung)

durch Umschlagmessung: Die Wasserwaage auf eine saubere, ebene und möglichst waagerecht ausgerichtete Messfläche (möglichst nach DIN 867 Genauigkeitsgrad 00) aufschieben. Links der beiden Nullstriche befindet sich der Minus-Bereich und rechts der Plus-Bereich. Bei der ersten Messung muss sich die Querlibelle rechts befinden da sich ansonsten das Vorzeichen des Ergebnisses ändert (Werksfestlegung). Die Stellung der in Ruhe gekommenen Libelle ergibt den ersten Messwert A auf der Skala. Die Wasserwaage um 180° wenden und auf dieselbe Stelle der Messplatte schieben. Den zweiten Messwert B von A subtrahieren und durch 2 dividieren ergibt die Abweichung (A-B)/2. Der jeweilige Messwert ist auch nach dem Umschlag, immer an dem (vom Betrachter aus gesehen) gleichen z.B.: rechten Nullstrich abzulesen. Die zulässigen Nullpunktabweichungen sind gemäß DIN 877 stark unterschiedlich je nach Genauigkeit. Prismatische Messflächen brauchen nicht separat geprüft werden, da diese zusammen mit den flachen Messflächen in einem Vorgang geschliffen werden und somit eine gemeinsame Achse besitzen.

Prüfung eines Messobjekts (z.B. Neigung einer Maschine) mit einer elektronischen Wasserwaage

durch Umschlagmessung: Die Wasserwaage auf eine saubere, ebene und möglichst waagerecht ausgerichtete Messfläche aufschieben. Der Anzeigewert ergibt den ersten Messwert A. Die Wasserwaage um 180° wenden und auf dieselbe Stelle der Messplatte aufschieben. Den zweiten Messwert B von A subtrahieren und das Ergebnis durch 2 dividieren ergibt die Neigung (A-B)/2 des Messobjekts (z.B. der Maschine). Das Messergebnis ist also der Mittelwert aus beiden Messwerten.

Prüfung der elektronischen Wasserwaage (Nullpunktabweichung) durch Umschlagmessung: Die Wasserwaage auf eine saubere, ebene und möglichst waagerecht ausgerichtete Messfläche (möglichst nach DIN 867 Genauigkeitsgrad 00) aufschieben. Der Anzeigewert ergibt den ersten Messwert A. Die Wasserwaage um 180° wenden und auf dieselbe Stelle der Messplatte schieben. Den zweiten Messwert B zu A addieren und durch 2 dividieren ergibt die Abweichung (A+B)/2. Die Formel sollte dabei das Ergebnis Null liefern. Bei Abweichungen von Null ist ein Kalibrierungsvorgang durchzuführen. Die zulässigen Nullpunktabweichungen sind gemäß DIN 877 stark unterschiedlich je nach Genauigkeit. Prismatische Messflächen brauchen nicht separat geprüft werden, da diese zusammen mit den flachen Messflächen in einem Vorgang geschliffen werden und somit eine gemeinsame Achse besitzen.

Alle Modelle können mit Messprotokoll (Zertifikat) gegen Aufpreis geliefert werden.